Fachbereich Gesundheit _Gebärdensprachdolmetschen - Linguistik, Theorie und Technik des Dolmetschens (Master, berufsbegleitend)
Nächster Start März 2013 - Bewerbungen werden ab sofort entgegen genommen!
Bedarf
In Deutschland besteht ein großer Bedarf an qualifizierten
GebärdensprachdolmetscherInnen.
Auf rund 200 000 GebärdensprachnutzerInnen
kommen nur ca. 450 DolmetscherInnen. Betroffenenverbände (Deutsche Gesellschaft
der Hörgeschädigten-Selbsthilfe und Fachverbände ev. (DG), Deutscher
Gehörlosenbund (DGB) fordern eine Mindestversorgung pro NutzerIn von 4-5
Dolmetschstunden pro Monat, bislang werden jedoch lediglich ca. 30 bis 60
Minuten pro Monat erzielt. Der Bundesverband der Gebärdensprachdolmetscher sieht
weiterhin - bei wachsenden Dolmetscheinsätzen und Anforderungen - in der
qualifizierten Ausbildung die einzige Lösung, den Bedarf zu decken. Bundes- und
Landesgesetze (SGB IX, Gleichstellungsgesetz etc.) bieten Gebärdensprachnutzern
eine Grundlage, die Kommunikation per Gebärdensprachdolmetscher einzufordern.
Tätigkeitsbereiche
Gebärdensprachdolmetscher
sind tätig, um eine reibungslose Kommunikation zwischen hörenden und gehörlosen
Menschen zu ermöglichen. Die Tätigkeitsfelder der Absolventinnen und Absolventen
sind deshalb so vielfältig wie die Lebenssituationen: Dolmetschtätigkeiten
finden statt im Bildungsbereich (z.B. Schule, Ausbildung, Studium), im
Arbeitsleben (z.B. Personalgespräche, Einarbeitungen, Besprechungen,
Betriebsversammlungen), im Gesundheitswesen (z.B. Arztbesuche, Krankenhaus,
Therapie), in der öffentlichen oder privaten Verwaltung (z.B. Behörden,
Institutionen), in Einrichtungen der Wirtschaft oder im Sozialbereich sowie im
Rahmen der Judikative und Exekutive (z.B. Gericht, Polizei,
Rechtsanwaltskonsultationen) oder im religiösen Bereich (Gottesdienste, Taufen,
Eheschließungen, religiöse Unterweisungen), in den Medien, bei politischen oder
kulturellen Veranstaltungen, im Freizeitbereich und auch im Rahmen von
Konferenzen. Gebärdensprachdolmetscher arbeiten freiberuflich oder im
Angestelltenverhältnis.
Studienprofil
Die
Möglichkeit berufsbegleitend einen Masterstudiengang
Gebärdensprachdolmetschen (für Deutsche Gebärdensprache) zu studieren, bietet
bisher keine deutsche Hochschule an.
Diese Lücke soll mit dem
5-semestrigen berufsbegleitenden nicht konsekutiven Masterstudium
Gebärdensprachdolmetschen geschlossen werden. Nach erfolgreichem Abschluss
des Studiums ist es darüber hinaus möglich, im Verfahren der Einzelfallprüfung
die Anerkennung zum staatlich geprüften Dolmetscher zu erwerben.
Zulassungsvoraussetzungen
Der
Studiengang Gebärdensprachdolmetschen an der Hochschule Fresenius ist ein
nicht-konsekutiver Masterstudiengang, es ist also kein auf Gebärdensprache
ausgerichtetes Erststudium im Vorfeld nötig. Die Bewerbung um einen Studienplatz
setzt ein abgeschlossenes Hochschulstudium auf Bachelor-Niveau im Umfang von 180
ECTS voraus, darüber hinaus Kenntnisse der Deutschen Gebärdensprache (DGS) auf
mindestens B2-Niveau (Europarat: gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für
Sprachen). Die Eignung wird durch einen individuellen Eignungstest festgestellt.
Der Studiengang wird in Teilzeit angeboten, die Regelstudienzeit beträgt fünf
Semester.
Die Hochschule bietet auch DGS-Kurse an, die der Vorbereitung auf den Studiengang dienen können.
Studienverlauf und Inhalte
In den ersten
beiden Semestern erwerben und erweitern Sie Ihre Kenntnisse in DGS und
Gebärdensprachlinguistik, außerdem erwerben Sie Kenntnisse zu den grundlegenden
Theorien, Techniken und Strategien des Dolmetschens. Überdies stehen die
linguistische Struktur der DGS und deren Verwendung im Übersetzungskontext im
Vordergrund. Im zweiten Studienjahr liegt neben der Vertiefung der
sprachwissenschaftlichen Kenntnisse und der Vervollkommnung der
Dolmetsch-Techniken ein besonderes Augenmerk auf der Auseinandersetzung mit den
gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen für gehörlose Menschen. Eine
Besonderheit der ersten beiden Studienjahre stellen die Module dar, die mit
ihren Wahl-Anteilen auf Praxisfelder des Gebärdensprach-Dolmetschens bestimmte
Themen- und Handlungsfelder verweisen und den Studierenden das Einüben von
Techniken und Kompetenzen an realen Aufgaben aus dem Arbeitsalltag ermöglichen.
Mit der hier möglichen Auswahl von berufsspezifischen Anforderungen und Aufgaben
können Sie eine Spezialisierung auf erreichen. Im dritten Studienjahr/fünften
Semester erfolgt die Vorbereitung und Durchführung der Master-Prüfung. Die
Studierenden weisen mit der Anfertigung der Masterthese ihre wissenschaftlichen
und gebärdensprach-linguistischen Kompetenzen nach. Der Studiengang schließt nach 5 Semestern mit
120 ECTS und dem Abschlussgrad "Master of Arts" ab.
Präsenzzeiten
Die
Lehrveranstaltungen finden an folgenden Wochenenden (Freitag & Samstag) in den Räumen der Berufsfachschule für Logopädie in der Nähe des Hauptbahnhofs in Frankfurt am Main statt. Die Wochenenden starten freitags um 11:30h und enden samstags
um 16:30h.
| Wintersemester 2011/2012 | Sommersemester 2012 | Wintersemester 2012/2013 |
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Die nachfolgend genannten Blockwochen finden dagegen an der Hochschule Fresenius in Idstein statt. Die Blockwochen starten in der Regel montags um 9:45h und enden samstags um 16:30h. Geplant sind 8 Unterrichtsstunden pro Unterrichtstag.
| Wintersemester 2011/2012 | Sommersemester 2012 | Wintersemester 2012/2013 |
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Bei den Terminen sind beispielsweise im Krankheitsfall von Dozenten Änderungen vorbehalten!
Fortbildungen
Es
ist auch möglich,
einzelne Module als Fortbildung zu wählen. Die Preise finden Sie hier. Für weitere Informationen
steht Frau
Prof. Dr. Carla Wegener (Kontaktdaten siehe unten) gerne zur Verfügung.
Weitere Informationen &
Termine
Die Hochschule Fresenius bietet Ihnen die
Möglichkeit an Informationsveranstaltungen über den
Studiengang
teilzunehmen. Hierbei können Sie sich ausführlich über den Studiengang
informieren und beraten lassen. Die Termine für die Aufnahmeprüfungen
finden Sie
hier.
Persönliche Beratung
Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch.
Bitte kontaktieren Sie:
Prof. Dr. Carla Wegener
E-Mail: wegener@hs-fresenius.de
Tel.: 0 61 26. 93 52-913