Fachbereich Gesundheit _Physiotherapie

ISO 9001-2008

Bereits seit der Antike werden Patienten sowohl mit Wärme/Kälte- und Bewegungstherapien als auch mit Massagen behandelt.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden diese Behandlungstechniken verfeinert bzw. durch neue Maßnahmen ergänzt. Erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts wurden diese Techniken einer eigenen Berufsgruppe zugeordnet.
1994 löste die aus dem Griechischen stammende Berufsbezeichnung Physiotherapeut (physis = Natur, therapia = Heilung, Behandlung) die alte Bezeichnung Krankengymnast ab.

Dem Physiotherapeuten stehen heute unzählige Therapieformen zur Verfügung, um seinen Patienten erfolgreich bei Störungen am Bewegungsapparat, des zentralen und peripheren Nervensystems, bei Erkrankungen der inneren Organe und der Psyche zu helfen.
So bedient er sich zum einen immer noch erfolgreich physikalischer Reize wie Kälte/Wärme, Strom, Ultraschall oder mechanischem Druck bzw. Zug, zum anderen arbeitet er mit modernsten Computer gestützten Messverfahren in der Bewegungstherapie.

Längst steht nicht mehr nur das Lindern bzw. Beheben von körperlichen Störungen im Vordergrund. Physiotherapeuten arbeiten inzwischen verstärkt präventiv, d.h. dass sie beispielsweise Firmen bei der optimalen Arbeitsplatzgestaltung beraten oder Rückenschulen bzw. orthopädisch einwandfreies Muskelaufbautraining in Fitnessstudios anbieten.

Da die Medizin sich extrem schnell weiterentwickelt (ca. alle 5 Jahre verdoppelt sich das medizinische Wissen) ist auch die Physiotherapie in ständiger Bewegung, so werden Behandlungstechniken nach neusten medizinischen Erkenntnissen entwickelt bzw. bekannte Techniken modifiziert.

Daher kann man getrost behaupten, dass der Beruf des Physiotherapeuten ein Beruf mit Zukunft ist.


Wie und wo arbeiten Physiotherapeuten?

Physiotherapeuten stehen in den unterschiedlichsten medizinischen oder sportlichen Einrichtungen Arbeitsfelder offen. Ihre Fähigkeiten sind vor allem in Rehabilitations-Kliniken und Kur-Häusern, aber auch in Akut-Krankenhäusern, in freien Praxen, in Sonderschulen oder integrativen Kindergärten sowie in geriatrischen Einrichtungen gefragt. Dazu kommt der ständig wachsende Wellness - Bereich, beispielsweise in großen Hotels, sowie Arbeitsmöglichkeiten in Sportvereinen und Fitness-Studios.

In all diesen Einrichtungen sind Physiotherapeuten wichtige Helfer auf dem Weg zur Linderung oder Heilung der Beschwerden. In vielen medizinischen Bereichen setzen sie ihre Fähigkeiten ein:

  • Orthopädie (z.B. bei Fehlhaltung, Gelenkproblemen)
  • Chirurgie (z.B. bei Knochenbrüchen, Operationen)
  • Innere Medizin (z.B. bei Herz- und Lungenerkrankungen)
  • Pädiatrie (z.B. bei gestörter motorischer Entwicklung des Kindes), Gynäkologie (z.B. zur Geburtsvorbereitung, Rückbildungsgymnastik)
  • Neurologie (z.B. bei Schlaganfall und bei Nervenerkrankungen)
  • Psychiatrie (z.B. bei Depressionen)


Physiotherapeuten legen selbstständig ihre Behandlungsziele und die dafür notwendigen Behandlungsmaßnahmen fest. Es ist es wichtig, dass es gelingt, den Patienten in den Behandlungen zur Mitarbeit zu motivieren und den Behandlungsverlauf mit ihm abzustimmen.

Das ist manchmal mühsam, doch das Lächeln eines endlich schmerzfreien Patienten entschädigt dafür reichlich.


Zugelassene Weiterbildungsmaßnahme nach AZWV

Die Ausbildung ist nach Rechtsverordnung zum SGB III (AZWV), eine zugelassene Weiterbildungsmaßnahme für die Förderung der beruflichen Weiterbildung nach dem Recht der Arbeitsförderung.

Eine Förderung der Agentur für Arbeit durch Bildungsgutscheine ist somit möglich. Die Förderung umfasst 2 Jahre der 3-jährigen Berufsausbildung.

Für das dritte Jahr der Ausbildung besteht die Möglichkeit dieses über einen Bildungskredit bzw. Darlehen zu finanzieren. Bei einer dreijährigen Berufsausbildung wird ab dem zweiten Ausbildungsjahr gefördert. Weitere Informationen auf: www.bildungskredit.de.

 
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